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ÜBER RUGBY

Über Rugby

 

Geschichte
Der Legende nach soll Rugby während eines Fußballspiels in der gleichnamigen Stadt entstanden sein. Der Schüler William Webb gilt als Begründer dieses rauen Spieles, das 1823 in der Public School von Rugby zum ersten Mal gespielt wurde. Als der Mannschaft von William Webb Ellis eine Niederlage bevorstand, packte dieser den Ball mit den Händen und legte ihn ins Tor des Gegners. Obwohl berechtigte Zweifel am Wahrheitsgehalt der Geschichte bestehen, ist der Pokal der Rugby Weltmeisterschaft nach William Webb Ellis benannt (der Webb Ellis Cup). Ab 1839 gab es in Cambridge, später in Oxford und an anderen englischen Universitäten Mannschaften. 1863 wurde der englische Fußballverband Football Association (FA) mit dem Ziel gegründet, die noch vielfältigen Fußballregeln zu vereinheitlichen. Aufgrund von Streitigkeiten über Regeländerungen zogen sich einige Vereine aus dem Verband zurück und gründeten am 26. Januar 1871 mit der Rugby Football Union (RFU) einen konkurrierenden Verband, der in der Folgezeit nach und nach die Regeln der Rugby School standardisierte. Bereits am 27. März desselben Jahres fand in Edinburgh zwischen Schottland und England das erste Länderspiel statt. 1872 nahm als erster deutscher Sportverein der Heidelberger Flaggen- und heutige Ruderclub Rugby in sein Programm mit auf, und 1878 entstand der erste deutsche Rasensportverein, der Deutsche Sportverein Hannover, der eine Rugby-Abteilung hatte. 1900 wurde der Deutsche Rugby-Fußball Verband (mit Sitz in Hannover) gegründet, seit 1909 gibt es eine deutsche Rugby- Meisterschaft. 

Das Spielfeld
Das Spielfeld hat eine maximale Länge von 100 Metern und eine maximale Breite von 70 Metern.
An den beiden Enden des Spielfeldes schließen die Malfelder an, jene Zone, in denen der Ball abgelegt werden muss. Sie dürfen maximal 22 Meter lang sein. An den Mallinien befindet sich die Malstangen (Absatand der Stangen 5,60 Meter, Höhe der Querstange 3 Meter).

 

feld

Linien auf dem Platz
Mittellinie
Die Mittellinie teilt das Spielfeld in zwei gleichgroße Hälften. Sie hat in jedem Punkt den gleichen Abstand zu den Spielfeldenden und ist senkrecht zu den Seitenauslinien. Die ankickende Mannschaft nimmt hier zu Beginn des Spiels Stellung.
10m-Linie
Die 10m-Linie trägt ihren Namen, weil sie 10Meter von der Mittellinie entfernt ist. Auf dem Spielfeld gibt es zwei 10m-Linien, vor und hinter der Mittellinie. Bei Ankick steht die verteidigende Mannschaft hier. Die 10m-Linie ist üblicherweise eine kurzgestrichelte, nicht durchgezogene Linie.
22m-Linie
Die 22m-Linie heißt so, weil sie 22 Meter vom Spielfeldende entfernt ist. Nach ihr wird der Bereich zwischen ihr und den Mallinien oft auch "die 22" genannt. Die 22m-Linie ist eine durchgezogene, zur Mittellinie parallele Linie. Von der 22m-Linie gibt es auf dem Spielfeld 2 Stück, in jeder Spielfeldhälfte eine.
5m-Linie
5 Meter vor den Spielfeldenden befinden sich 6 unregelmäßige, zu der Mittellinie parallele Streifen. Diese bilden die 5m-Linien. Auf dem Spielfeld gibt es 2 davon.
5m-Seitenauslinie
5 Meter von den Spielfeldseiten entfernt befinden sich die gestrichelten, zu den Seitenauslinien parallelen, 5m-Seitenauslinien. Hinter ihnen sollten keine Tacklings mehr stattfinden. Sie dienen in erster Linie der Orientierung der Spieler.
Seitenauslinien
An den seitlichen Rändern des Spielfelds befinden sich die Seitenauslinien. Laut den Regeln gehören sie nicht mehr zum Spielfeld, der Ball befände sich hier also bereits im Aus.
Endauslinie
Die hinteren Auslinien der Malfelder werden Endauslinien genannt. Sie sind wie alle Auslinien durchgezogene Linien.

 

Grundlagen und Regeln des Spiels

Rugby wird mit einem eiförmigen, 400 bis 440 Gramm schweren Lederlball gespielt.
Ziel ist es, den Ball am Gegner vorbei zu tragen oder zu kicken und dadurch Punkte zu erzielen. Dies kann auf verschiedene Arten geschehen:
Versuch (engl. try): Ein Versuch wird erzielt, wenn es gelingt, den Ball im gegnerischen Malfeld auf dem Boden abzulegen.
Erhöhung (engl. conversion): Nach einem erfolgreichen Versuch hat die angreifende Mannschaft das Recht, den ruhenden Ball von einem beliebigen Punkt auf einer gedachten Linie parallel zur Seitenauslinie durch den Punkt, an dem der Versuch gelegt wurde, zwischen die Malstangen über die Querstange zu treten.
Sprungtritt (engl. dropkick): Ein Spieler tritt den Ball, der vorher den Boden berührt haben muss, aus dem laufenden Spiel heraus zwischen die Malstangen und über die Querstange.
Straftritt (engl. penalty kick): Ein erfolgreicher Tritt auf die Malstangen von einem Punkt aus, an dem ein schwererer Regelverstoß der gegnerischen Mannschaft stattfand.

Der Ball muss mit den Händen nach vorn getragen oder nach hinten abgegeben (gepasst) werden und darf mit Füßen getreten werden, um ins gegnerische Feld, das so genannte Malfeld, gebracht zu werden und dort auf den Boden gelegt. Man erzielt nach dem Ablegen einen Versuch. Nur der Ballträger darf vom Gegner bedrängt, gestoßen, getakelt, gedrückt oder gehalten werden. Wird ein Spieler gefasst, muss er sich sofort vom Ball trennen. Ein geglückter Versuch, wird mit fünf Punkten belohnt. Wird der Ball anschließend von dem Punkt aus, wo er niedergelegt wurde, mit einem Fußtritt über die Quermalstange geschossen, so ist dies ein Treffer mit zwei weiteren Punkten (Erhöhungstritt). Durch einen Platztritt (vom Boden aus) oder Sprungtritt (aus der Hand, wenn der Ball senkrecht zu Boden fällt) werden mit 3 Punkten gewertet. Regelverstöße (z. B. Beinstellen, Abseits) werden mit einem Straftritt geahndet.